Recherche sur la pars rustica de la villa de Larry à Liéhon France, MoselleReport as inadecuate




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1 INRAP - Institut National de Recherches Archéologiques Préventives

Résumé : Die römische Villenanlage von Liéhon liegt im Naturraum des „Plateau lorrain-, etwa 15 km südlich des römischen Metz Divodurum. Das Hauptgebäude der Villenanlage pars urbana wurde im Rahmen von Rettungsgrabungen bei der Erweiterung des Regionalflughafens „Aéroport régional de Lorraine- auf rund 3 Hektar Fläche ausgegraben. In den Jahren 2005 bis 2008 wurde anschließend die pars rustica der Villenanlage durch Feldbegehungen und geophysikalische Untersuchungen auf rund 9 Hektar Fläche untersucht Inrap-SRA Lorraine-Geocarta. Die Anfänge der Anlage, belegtb durch Holzgebäude und eine Grabeneinhegung, lassen sich an den Beginn des 1. Jh. n. Chr. datieren. Am Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. handelte es sich zunächst nur um eine einfache villa rustica mit seitlichen Gebäudeflügeln. Den Höhepunkt ihrer Architekturentwicklung erreichte die Villenanlage dann zwischen 190 und 250 n. Chr. Die Gebäude der pars urbana beanspruchten in dieser Zeit rund einen halben Hektar Fläche; zusammen mit den Innenhöfen erreichte die Anlage 1,5 Hektar Grundfläche. Davon nahmen die Wohnbereiche mit rund 80 Räumen rund 1500 m² ein. Darunter befanden sich eine Badeanlage, Räume mit Hypokaustheizungen sowie Säle, die mit Mosaiken und Wandmalereien ausgestattet waren. Die gesamte Villenanlage, die pars rustica eingeschlossen, nahm jetzt insgesamt neun Hektar Grundfläche ein. Der 4,5 Hektar große landwirtschaftliche Teil der Anlage wurde im Norden lokalisiert; dazu gehörten rund 20 Nebengebäude, die sich um einen Innenhof von trapezförmigen Grundriss gruppierten. Dieser hatte eine Länge von 10 actus 354 m. Die Untersuchung dieses Wirtschaftsbereiches der Anlage hat es gestattet, Wohngebäude, landwirtschaftliche Gebäude Scheunen und Ställe sowie Gebäude mit handwerklichen Tätigkeiten Schmiede zu identifizieren. Während des 4. Jahrhunderts n. Chr. erlebte die Villenanlage ihren Niedergang, jedoch wurde der Platz in der Spätantike und im anschließenden Frühmittelalter weiterhin besiedelt. Im Zentrum der nun aufgegebenen ehemaligen pars rustica entstand eine in den Quellen als „Larry- bezeichnete mittelalterliche ländliche Siedlung, die vom 5.-6. Jh. bis zum 15. Jh. n. Chr. existierte. Dieses Beispiel einer großen und bedeutenden Axialvillenanlage von monumentalen Ausmaßen liefert hinsichtlich Architektur, Ausstattung und Wohnkomfort das Bild eines typischen römischen Landsitzes, der gleichzeitig mit einem großen landwirtschaftlichen Betrieb kombiniert war. Die Anlage repräsentiert beispielhaft die Erschließung der landwirtschaftlichen Flächen Galliens durch große und bedeutende Grundeigentümer.Die zerstörungsfreie archäologische Prospektion durch geomagnetische und geoelektrische Messungen, die in Liéhon von der Firma Geocarta durchgeführt wurde, hat sich bei diesen über einen langen Zeitraum besiedelten und genutzten Anlagen als ausgezeichnetes Forschungsinstrument erwiesen. Durch diese Untersuchungen konnten nicht nur die Ergebnisse der Feldbegehungen bestätigt werden, sondern es gelang auch, weitere Gebäude zu entdecken, die auf der heutigen Bodenoberfläche nicht mehr sichtbar waren. Ferner konnten Ausdehnung und Charakter der antiken Feldflur und Parzellierung festgestellt werden. Diese Prospektionen lieferten den Archäologen einen nahezu vollständigen Plan der Organisation der pars rustica sowie der weiteren Entwicklung ihrer Besiedlung bis zum Mittelalter. Die Lage der verschiedenen landwirtschaftlichen, handwerklichen oder anders genutzten Nebengebäude ist daher im Detail bekannt.Die Untersuchung der genauen wirtschaftlichen Nutzung und Zweckbestimmung des ausgedehnten, ummauerten Innenbereiches der pars rustica, der – abgesehen von einigen an der Peripherie gelegenen Nebengebäuden und einem Sonderfall – keine Steingebäude aufwies, muss weiteren Forschungen vorbehalten bleiben. Seine landwirtschaftliche Nutzung ist nicht notwendigerweise die plausibelste Erklärung; bei einem grossen Landsitz kann auch eine Nutzung als Landschaftspark Quelle, zentrale Zugangsachse zur Anlage nicht ausgeschlossen werden. Die Mehrzahl der landwirtschaftlichen Nebengebäude grenzt außerhalb an die Mauer an, die den Innenbereiches der pars rustica umschließt. Sie lassen sich den verschiedenen landwirtschaftlichen Funktionen zuweisen: Scheunen, Speicher, Ställe für Rinder, Pferde und Schweine. Andere werden handwerklichen Tätigkeiten gedient haben, beispielsweise als Schmiede oder als Werkstätten für die Textilherstellung und -verarbeitung. Die landwirtschaftlichen Tätigkeiten wurden um diesen Hofbereich herum angesiedelt, jedoch sind sie nach außen hin in Richtung auf die landwirtschaftlichen Nutzflächen und die verschiedenen weiteren Bereiche des Landgutes orientiert. Das archäologische Fundgut bestätigt, dass der landwirtschaftliche Arbeiter hier unmittelbar am Platz seiner Arbeitstätte lebte und wohnte. Die landwirtschaftlichen Gebäude waren bewohnt. Lediglich zwei Gebäude, von denen eines als privilegiertes Wohngebäude angesprochen werden kann und eines unbekannter Nutzung ist, wurden im zentralen Hofbereich angelegt. Es ist wahrscheinlich, dass einige Areale im Norden und im Süden dieses landwirtschaftlichen Bereiches bereits im 1. Jh. n. Chr. besiedelt waren, jedoch kann die zentrale Ausbauphase zur monumentalen axialen Villenanlage eindeutig dem 2. Jh. n. Chr. zugewiesen werden. Eine zweite Ausbauphase der Steingebäude, die im gesamten Bereich der Villenanlage feststellbar ist, kann chronologisch dem Bas Empire zugewiesen werden. Anschließend ist eine merowingerzeitliche Besiedlung mehrerer Annexgebäude der Villenanlage festzustellen und schließlich konzentriert sich die frühmittelalterliche Besiedlung im 8. und 9. Jh. auf den in der Nähe der Quelle gelegenen zentralen Bereich des ehemaligen Innenhofes. Im 11. und 12. Jahrhundert gruppieren sich dann die Gebäude eines mittelalterliches Weilers und seiner Schmiede entlang von zwei Wegeachsen südlich der früheren karolingerzeitlichen Ansiedlung.Übersetzung : J. Wiethold, Inrap.

Résumé : La villa de « Larry » à Liéhon est située sur le plateau lorrain, au sud de la ville antique de Metz. Sa partie résidentielle a été fouillée sur 3 ha lors de l’agrandissement de l’aéroport régional en 2003. La partie rustique a été ensuite étudiée en prospection au sol et par détections géophysiques sur 9 ha, de 2005 à 2008 Inrap-SRA Lorraine-Geocarta. Le site fut occupé dès le début du Ier s. de notre ère édifice en bois, enclos fossoyé. A la fin du Ier s., la demeure n’était encore qu’une simple villa rustica à pavillons latéraux. À son apogée architecturale entre 190 et 250, la pars urbana couvrait un demi hectare bâti 1,5 ha avec les cours fermées, dont environ 1500 m2 habitables, avec plus de 80 pièces dont un balnéaire, des salles à hypocauste, des décors de mosaïques et d’enduits peints. L’emprise de la villa, avec sa vaste pars rustica, atteignait alors au moins 9 ha. L’exploitation agricole était localisée au nord du site ; elle comportait au moins une vingtaine de bâtiments annexes répartis autour d’une cour fermée de plan trapézoïdal sur 10 actus de long 354 m, de 4,5 ha. L’étude de cet espace agraire a permis de définir des bâtiments d’habitation, rustiques granges, étables et artisanaux forge. Au cours du IVe s., la villa a été déclassée, mais le site fut toujours occupé durant l’Antiquité tardive et le haut Moyen Âge. Le centre de la pars rustica antique fut réoccupé par le hameau rural de « Larry » des Ve-VIe s. au XVe s., après la ruine de la pars urbana. Cet exemple de villa axiale de grande envergure, de type monumental, offre à la fois l’image d’une demeure romanisée architecture, confort, richesse et d’une vaste exploitation agricole, que les grands propriétaires ont su développer dans les campagnes gauloises sur leurs domaines ruraux. La méthode non destructive de prospections géophysiques électriques et magnétiques, appliqué par Geocarta, a prouvé son efficacité sur ce type de site diachronique occupé très densément. Elle a apporté non seulement des confirmations aux hypothèses émises à partir de la prospection pédestre, mais elle a permis aussi la découverte de nouveaux bâtiments non détectables au sol, ainsi que des structures du parcellaire antique. Elle a fourni aux archéologues un plan quasi-complet de l’organisation de la pars rustica antique et de son évolution jusqu’au Moyen Âge. On connaît désormais la disposition des bâtiments annexes à vocation agricole, artisanale ou autres. En ce qui concerne le vaste espace central enclos par un mur, qui est libre de constructions maçonnées, mis à part quelques bâtiments annexes établis en périphérie et un cas particulier, la détermination de sa vocation économique et des zones d’activités reste à préciser. Sa fonction rustique n’est pas forcément la plus plausible dans le cas d’une grande villa domaniale comme celle-ci ; une vocation de parc paysager n’est pas exclue source, axe central d’accès. La plupart des annexes rustiques ont été placées à l’extérieur du mur de clôture de la grande cour. Elles correspondent à des bâtiments qui ont une fonction agricole : granges, greniers, fenils, étables, écuries, porcheries, etc., ou une fonction artisanale : ateliers de forge, de textile. Les activités agraires sont regroupées autour de cette cour, mais elles sont pratiquées à l’extérieur, vers les champs et les différents terroirs du domaine. La main d’œuvre agricole vivait sur son lieu de travail, comme le prouve le mobilier récolté. La ferme était habitée. Seuls deux bâtiments, dont un reconnu comme un habitat privilégié et un autre dont la fonction est indéterminée ont été établis dans sa partie centrale. L’espace de l’habitat rustique semble déjà occupé dans certains secteurs au nord et au sud dès le Ier s., mais l’implantation principale de la phase monumentale date certainement du milieu du IIe s. On a constaté un deuxième état de bâtiments maçonnés qui pourrait correspondre à l’occupation du Bas-Empire bien présente sur tout le site. On a remarqué ensuite l’occupation mérovingienne de plusieurs emplacements d’annexes antiques, puis la concentration de l’habitat au centre de la cour, à proximité de la source, vers les VIIIe-IXe s. Le hameau médiéval et sa forge semblent se fixer au sud du hameau carolingien le long de deux rues, vers les XIe-XIIe s.

Mots-clés : prospection pédestre villa à plan axial pars rustica prospection géophysique archéologie agraire métrologie numismatique





Author: Jean-Denis Laffite -

Source: https://hal.archives-ouvertes.fr/



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